Sommertörn 24.08.2014 bis 04.09.2014

In diesem Jahr ist alles etwas chaotisch. Dolores und Karl-Heinz haben kurzfristig abgesagt. Wir haben auf Grund der schlechten Wetterprognose erstmal eine Woche Mallorca eingeplant. Petra und Peter sind daher in der ersten Woche alleine unterwegs. Wegen dem Regen fahren sie aber auch verspätet am Mittwoch los. Sie fahren über die Vecht nach Leiden. Wir kommen erst am Samstagvormittag mit dem Flieger zurück und fahren noch am Nachmittag weiter zum Boot. Wir wollen gleich am Sonntag mit einem langen Schlag dafür sorgen, dass wir uns am Montag mit Petra und Peter treffen können.

24.08.2014 Wir brechen um 8:15 auf. Es wird ein langer Tag. Drei Stunden später sind wir an der Nijkerkersluis. Eigentlich wie immer fängt es kurz vor der Schleuse an zu regnen. Die Schleuse steht auf grün und wir können direkt einfahren. Das erste Hindernis haben wir damit optimal passiert. Kurz nach Stakenburg wird das Wetter dann wieder sonnig. Der weitere Weg führt uns über das Ijsselmeer nach Amsterdam. Durch die günstige Windrichtung ist die Überfahrt kein Problem. Auch die Schleuse vor Amsterdam steht auf Grün und wir können als letztes Schiff einfahren. Das ist optimal für unseren Zeitplan. Weiter geht es durch den Nordzeekanaal an der Marina Amsterdam vorbei. Diese ist mittlerweile fertig. Man sieht schon die Vorbereitungen für die kommende Bootsshow.

Unser Ziel für heute ist der Jachthafen IJmond. Bei km 10 biegen wir vom Nordzeekanaal links ab und direkt hinter der Brücke liegt der Hafen. Es ist jetzt 17:15. Mit 9 Stunden Fahrzeit ist es besser gelaufen als ich gedacht habe. Wir dürfen am Meldesteiger für diese Nacht liegenbleiben. Das Wetter ist sehr sonnig geworden. Es gibt ein kleines Vereinslokal, wo wir uns auf der Terrasse zum Abendbrot gleich was zu essen gönnen und den Tag ausklingen lassen. Morgen wollen wir durch Haarlem und uns dann mit der Crew der Wave-Runner treffen. Der Hafen liegt in einer der Einflugschneisen des Amsterdamer Flughafens. So macht es Spaß die anfliegenden Flugzeuge zu beobachten. Sogar vom Boot aus kann man die Flugzeuge durch das Fenster beobachten.

25.08.2013 Es geht heute direkt nach dem Kaffeekochen weiter. Frühstücken werden wir wieder während der Fahrt. Eine Schleuse und etliche Brücken warten auf uns. Die Fahrt durch Haarlem ist nicht billig. Die Rijnlandsluis kostet schon mal 3,50 €. Wir sind das einzige Boot in der Schleuse. Ohne, dass ich zum Schleusenwärterhaus gehe und bezahle passiert nichts. Wir fahren weiter Richtung Haarlem. Die erste Brücke geht noch kostenlos auf. Danach aber müssen wir am Havenkantoor anhalten und weitere 14,50 € für die Durchfahrt bezahlen. Die Wartezeit an den Brücken hält sich zum Glück in Grenzen. So erreichen wir kurz nach 13 Uhr den Jachthafen Zijlzicht. Peter hat uns schon einen Platz reservieren lassen. Die Liegeplätze sind relativ klein. So bleiben wir am Kanal und sehen die erste von vielen Brücken die uns morgen erwarten. Am Abend gehen wir ins Chinarestaurant Panda. Das ist zu Fuß leicht vom Hafen aus erreichbar. Hier gibt es auch „All you can eat and drink“. Es war sehr lecker und ist eine klare Empfehlung.

26.08.2014 Nach Katwijk sind es nur 15 km, aber jede Menge Brücken incl. einer Spoorbrug, die nur alle 30 Minuten mal öffnet. So müssen wir heute nicht mehr so früh aufstehen und starten daher erst um 10 Uhr. Bis auf Einzelfälle bleibt auch hier die Wartezeit an den Brücken relativ kurz. So kommen wir gut durch und sind kurz nach Mittag im Hafen von Katwijk. Wir bekommen gute Liegeplätze und können am Nachmittag die erste Erkundungstour starten. Das letzte Mal waren wir 2008 hier. Der Strand ist eine einzige Baustelle. Ein neuer Hochwasserschutz entsteht. Aktuell wird ein Parkhaus gebaut. Erst in der Saison 2016 wird es hier wieder so richtig gut aussehen.

Das Wetter war den ganzen Tag zugezogen. Am Abend kündigt der Sonnenuntergang aber schon das versprochene schöne Wetter für Morgen an. Wir essen heute auf dem Boot und lassen den Abend gemütlich ausklingen.

27.08.2014 Das Wetter ist traumhaft geworden. Endlich mal wieder ein Frühstück bei Sonnenschein und guter Aussicht. Das kommt leider im Urlaub selten vor. Das tolle Wetter nutzen wir aus und verbringen den Nachmittag gemütlich am Strand. Bei solch einem Wetter ist Katwijk sehr schön. Wir haben es aber auch schon anders erlebt.

Romantisch wirkt der Hafen in der Abendsonne. Er hat aber keinen direkten Zugang vom Meer aus. Man kann ihn nur über Binnen erreichen. Zum Meer hin versperren zwei große Dämme den Zugang. Hier sind große Pumpen eingebaut mit denen der Wasserstand in den Kanälen und Seen gleich gehalten werden kann.

Am Abend gehen wir lecker Steak essen im argentinischen Restaurant La Tapera. Wir bleiben noch einen weiteren Tag in Katwijk. Das Wetter ist allerdings nicht mehr so schön. Im Hafen gibt es ein Fest. Dafür sind viele Boote geschmückt und beleuchtet.

29.08.2014 Wir verlassen Katwijk bei Sonnenschein wieder. Am Hafengebäude hat ein U-Boot festgemacht. Bei näherer Betrachtung ist es allerdings nur eine Holzattrappe. Die Ausfahrt der geschmückten Boote im Dunkeln heute Abend werden wir leider verpassen. Bei angenehmen Wetter fahren wir zurück durch Leiden, über die Kagerplassen in Richtung Amsterdam. Unser Tagesziel sind die Westeinderplassen.

Das Wetter wird immer ungemütlicher und windig. Die Häfen am Westeinderplassen sind teilweise sehr eng. Da wir nicht mehr lange suchen wollen, machen wir im Jachthafen „De Blauwe Beugel“ fest. Er befindet sich auf einer Insel. Wir liegen hier leider sehr im Wind. Die Anlagen sind schon in die Jahre gekommen. Es gibt aber ein gemütliches Hafenlokal, wo wir zu Abend essen wollen. Auf Grund der späten Saison ist die Auswahl zwar begrenzt, aber wir werden alle satt.

30.08.2014 Auch am nächsten Morgen ist es wieder bedeckt und windig. Es geht weiter bis vor die Schleuse kurz vor Amsterdam. Das ist nicht sehr weit.

Der Kanal führt direkt am Flughafen Schipol vorbei. Hier kann man aus nächster Nähe den Flugzeugen beim Starten und Landen zuschauen. Aufpassen muss man auf die Kanufahrer, die teilweise gar nicht auf die großen Boote achten und sich überall durchquetschen. Das erinnert mich so an den ewigen Kampf zwischen Fahrradfahrern und Autofahrern.

Und Schwupps liegen wir auch schon im Jachthafen W.V. Amsterdam. Es ist hier eigentlich sehr schön. Allerdings hat man doch durch die Autobahn einen gewissen Geräuschpegel. Das ist in der Nacht schon etwas störend. Auch hier kann man wieder Flugzeuge beobachten. Egal in welchem Hafen rund um Amsterdam man auch ist, man liegt immer in irgendeiner Einflugschneise. Am Abend fahren wir mit den Fahrräder in die Stadt und gehen ins Restaurant THE RED SUN essen. Es ist zwar nicht ganz günstig, aber die Qualität, vor allem der Sushi’s, ist hervorragend.

31.08.2014 Wir wären hier gerne noch einen Tag geblieben, aber die Schleuse wird für Brückenarbeiten ab Montag gesperrt. So müssen wir leider heute weiter. Unser Weg führt uns direkt durch Amsterdam. Einige der Brücken kosten uns unnötig viel Zeit. Der Brückenwärter radelt teilweise von einer zur anderen Brücke mit. Auf welche Ideen für ihre Boote manche Leute kommen ist schon erstaunlich.

Endlich die letzte Brücke und wir sind wieder auf dem Nordzeekanaal. Doch leider bekommen wir keinen Platz in der Marina Amsterdam, da hier in ein paar Tagen die HISWA startet. So fahren wir zum Sixhaven. Er ist zum Glück unerwartet leer, so dass es kein Problem ist einen Liegeplatz zu bekommen. Die Tunnelbaustelle ist auch fertig. Jetzt hat man eine ungehinderte Aussicht. Da wir Wochenende haben ist auch das Vereinslokal auf. Hier bekommt man günstig ein Anlegebier inclusive schönem Blick auf den Hafen und Umgebung.

01.09.2014 Über Nacht sind zwei dicke Kreuzfahrtschiffe angekommen. Auf unserem weiteren Weg zurück können wir ganz dicht an den Schiffen vorbei fahren. Wir wirken wie Zwerge neben den großen Pötten. Unser weiterer Weg führt uns durch die Amsterdamer Schleuse, die auch wieder direkt auf Grün geht, weiter über das heute fast spiegelglatte Ijsselmeer.

Bei solch einem Wetter ist das Fahren über das Ijsselmeer sehr angenehm. Unser Ziel für heute ist die Insel De Schelp im Gooimeer. Nach langer Zeit gibt es mal wieder etwas Gegrilltes.

02.09.2014 Der nächste Morgen erwartet uns mit Traumwetter. Nach dem Frühstück verlassen wir die Insel wieder mit dem Ziel Huizen.

Bis Huizen ist es nur ein kleiner Hopser. Wir liegen hier sehr schön direkt an der Kaimauer.

03.09.2014 Die nächste Etappe führ uns zum Rastplatz Wij-land. Wieder passieren wir die Schleuse direkt bei Grün. Ich muss etwas Gas geben, damit wir noch mitkommen. Hier wollen wir unsere letzten Fleischvorräte vergrillen. Das Wetter ist schön, aber leider weht ein etwas unangenehmer Wind. Unser Boot muss daher als Windabweiser herhalten.

04.09.2014 Der Morgen ist wieder sehr schön. Zum letzten Mal alles einpacken. Jetzt geht es zurück nach De Klink. Hier werden wir schon von Inge und Siggi erwartet. Siggi kommt uns schon entgegen geschwommen und Inge begrüßt uns mit Sekt und Bier.