Urlaub in Roermond vom 24.07.04 – 31.07.04

Nach dem wir schon das letzte Jahr den Urlaub mit den Sportbooten an der Mosel verbracht haben, wollten wir dieses Jahr mal was anderes machen. Nach dem wir uns im Frühjahr mal in Roermond und Umgebung umgesehen hatten, fiel die Wahl auf die Marina Oolderhuuske. hier haben wir für eine Woche ein schwimmendes Haus gemietet. Dies war gar nicht so einfach, da wir ja mitten in den Schulferien fahren mussten. Dies war der letzte Urlaub, bei dem auch die Kinder mit waren. Peter hatte eine seiner beiden Töchter und ich meinen Sohn mit. Die Marina Oolderhuuske besteht aus einem Campingplatz, einem Jachthafen, einer Bungalowsiedlung und den schwimmenden Häusern. Das Wetter war in diesem Urlaub einfach klasse. Bis auf einen halben Tag Regen, hatten wir nur strahlenden Sonnenschein.

Da die Woche in Oolderhuuske mitten in unseren dreiwöchigen Urlaub an der Mosel gefallen ist, sind wir am Samstag mit den Booten auf dem Trailer Richtung Holland aufgebrochen. Nach dem wir die Trailer mit den Booten im Jachthafen abgestellt hatten, ging es erstmal zum Haus. Den Beginn der Woche in Roermond haben wri erst mal mit einem Glas Sekt gefeiert. Am Nachmittag sind dann die Boote ins Wasser gekommen. Die Slipanalge ist so breit, dass hier zwei Boote neben einander ins Wasser gelassen werden können.

Die Häuser sind schon genial gebaut. Sie hängen wie eine Steganlage an zwei dicken Pollern und gehen mit dem Hochwasser nach oben. Vorne sind die Parkplätze für die Autos und hinten liegen die Boote. Die Häuser haben sogar einen ausgebauten Keller. Also reichlich Platz für alle.

Ein Blick vom Balkon raus in Richtung Einfahrt in den Kanal. Direkt am Wasser wohnen und von dort ins Boot einsteigen ist schon toll. Aber das Leben hier ist nicht ganz billig. Viele die hier ein Haus besitzen, haben richtig Geld. So sieht man hier einige Ferraris und Porsches.

Die Marina Oolderhuuske liegt in den Maas Plaasen bei Roermond. Diese gehören zu der Provinz Limburg. Die Maas Plaasen sind ein Verbund von Seen entlang der Maas. Hier gibt es eine Unmenge an Jachthäfen. An den Wochenenden im Sommer wird es hier richtig voll. Da man als Motorbootfahrer den Seglern ausweichen muss, bedeutet das permanentes schlangenlinien fahren. Wenigstens auf der Maas sind nicht so viele Segler unterwegs.

Während der Woche war auf den Seen noch was Platz. Das war an unserem Ankunftswochenende noch ganz anders gewesen. Da wir super Wetter hatten, konnten wir den Tag immer auf der Terasse mit lecker Gegrilltem ausklingen lassen.

Spät abends haben wir uns meist auf den Balkon gesetzt. Dort saßen wir etwas windgeschützter, denn trotz Sommerwetter kann der Wind doch ganz schön frisch werden. Hier konnte ich sogar vom Haus aus angeln. Leider hatte ich kein Anglerglück, aber romantisch wars trotzdem mit unseren Booten im Hintergrund.

Wir haben tägliche Ausfahrten gemacht und dabei einen Großteil der Maas Plaasen erkundet.Hier geht es gerade die Maas rauf. Ziel heute war die Plas Heerenlaak. Dafür mussten wir aber durch die Sluis Linne im Süden von Roermond

Weiter geht es auf der Maas. Wenn man in die Plas Heerenlaak einfährt muss man vorsichtig sein. Auf der linken Seite gibt eine Stelle die sehr flach ist. Die Markierungen sind nicht so eindeutig. Schraubenalarm, wenn man hier zu schnell ist gibt es eine neue Schraube. Wir haben dort geankert und ich bin ins Wasser gehüpft. Doch überraschenerweise stand ich nur bis zu den Knien im Wasser.

Die Plas Heerenlaak liegt übrigens in Belgien. Vielleicht ist das auch der Grund, warum man hier schnell fahren darf. Es ist der einzige See, in den Maas Plaasen, auf dem man schnell fahren darf. Das haben wir genutzt um Wasserski zu laufen.

Anschließend haben wir noch im Restaurant des Jachthaven Heerenlaak ein Bier getrunken. Hier hat man einen guten Blick über den Hafen.
Der Rückweg für zwischen Wessem und Maasbracht hindurch. Hier ist einiges an Industrie und in Maasbracht geht es auch in den Julina Kannal. Über diesen kommt man weiter Richtung Süden, da die Maas ab Heerenlaak nicht mehr befahrbar ist.

Wer viel fährt muss leider auch viel tanken. Die Einfahrt in den Jachthaven De Rosslag, an deren rechtem Ende die Tankstelle von Nico Snellens liegt. Dort kann man Tanken, Zubehör kaufen oder seinen Aussenboarder reparieren lassen. Da es die einzige Tanke weit und breit ist, waren wir hier öfters.

Den Abend haben wir dann in der Bar von Oolderhuuske verbracht. Heute war Bingo Abend. Peters Tochter Alexandra hat dabei den Hauptpreis gewonnen. Dort haben wir einen ehemaligen Kellner kennen gelernt, der uns ein paar interessante Insiderinfos über die Marina erzählt hat. Auch über die Coffee Shops von Roermond hatte er was zu erzählen.

Am nächsten Tag haben uns dann unsere Eltern besucht. Sie haben sich mit ihrem Wohnmobil auf den Campingplatz von Oolderhuuske gestellt. Die Übernachtungspreise hier sind schon ordentlich hoch.Wir haben das schöne Wetter für einen Ausflug zum Jachthaven Koeweide genutzt. Die Zentrale des jachhafens ist ein umgebauter Frachter, der auch ein Restaurant beherbergt. Hier haben wir Frikandel spezial gegessen. Das muss zwischendurch immer mal wieder sein. Man kann hier schön auf dem Deck sitzen und hat den Überblick über den Hafen.
Auf dem Rückweg hat mein Vater zum ersten Mal seit sehr langer Zeit wieder am Lenkrad eines Bootes gestanden. Das war wohl der Moment wo er wieder neu mit dem Bootsvirus angesteckt wurde.

Wenn man von Süden her nach Roermond fährt sieht man, hinter der Sluis Linne, schon das Restaurantgebäude von Oolderhuuske. Bei der Rückfahrt zum Haus muss man danach erst in die Zuidplas rein und dann um die ganze Siedlung rum.

Das ist wie in die Reihenhaussiedlung rein fahren. Nur nicht mit dem Auto, sondern mit dem Boot. Beeindruckend. Danach gabs wie immer das obligatorische Anlegebier. Wieder geht ein schöner Tag zu Ende.

Am nächsten Tag sind wir nach Roermond rein gefahren. In der Einfahrt stehen einige Hausboote. Man muss dort vorsichtig fahren, da die Einfahrt sehr flach ist. Es gibt dort einen schönen Anlegesteg. Von dort muss man nur über die Straße gehen und schon ist man mitten in der Stadt. Wir haben dies für ein paar Einkäufe genutzt.

Am Nachmittag waren wir dann in den See bei De Weerd gefahren. Gegenüber dem Jachthaven Hermans haben wir dann gebadet. Der See ist dort sehr tief. Das hat auch ein andere Skipper bemerkt, der ungläubig seine gesammte Kette abgespult hat und trotzdem nicht bis zum Boden gekommen ist. Auf dem Rückweg mal unser Haus von der Seeseite.

Am späten Nachmittag sind unsere Eltern wieder nach Hause gefahren. Wir haben später dann im Restaurant von Oolderhuuske zu Abend gegessen. Von dort kann man wunderbar über die Maas blicken. Wenn es dunkel wird, dann fahren einige Motorbootfahrer hier etwas schneller. Nach dem vielen Tuckern über die Tage, macht dabei sogar das Zuschauen Spaß.

Auch die schönste Woche geht einmal zu Ende. Der Trailer wird vorbereitet und noch eine Rolle etwas verändert, damit das Boot besser aufliegt. Am nächsten Morgen geht es dann wieder zurück an die Mosel. Es hat hier alles gestimmt. Gerne würde ich ein solches Haus mein Eigen nennen. Die Nähe zu unserem Zuhause ist ein großer Vorteil. Nur für längere Zeit wäre es mir hier auf dem Wasser zu eng. Auch am Wochenende ist es hier gnadenlos voll. Trotzdem ist die Gegend empfehlenswert. Alles in allem eine tolle Woche.