Vom 09.02.08 – 16.02.08

Wieder ist ein Jahr vorbei. Nach dem Wetterfiasko im letzten Jahr haben wir schon im Vorfeld gespannt auf die Wetterentwicklung geschaut. Und wir wurden nicht enttäuscht. Das Wetter war absolut traumhaft. Da es in der Vorwoche noch geschneit hatte, waren auch die Pisten in einem super Zustand. Dieses Mal ging es nach Wald am Arlberg. Dort hatten wir uns im Gasthof Spullersee eingemietet. Von dort sind es ca. 10km bis nach Stuben, die erste Stelle zum Einstieg in das Skigebiet am Arlberg. Über den Flexenpass kann man mit dem Auto auch weiter bis nach Zürs oder Lech fahren. Für Leute die nicht weit fahren wollen gibt es in Wald auch den Sonnenkopf, ein kleines Skigebiet ca. 500m von unserer Unterkunft entfernt.
Unsere Unterkunft hatten wir direkt gebucht. Vor Ort allerdings stellten wir fest, dass es sich um ein Hotel von Team 3 handelte. Es gab ein gutes Rahmenprogramm mit Abendunterhaltung und Skiguiding. Luxus bietet diese Unterkunft nicht, aber das Drumherum hat uns überzeugt. Auch das freundliche Personal hat mit dafür gesorgt, dass dies ein rundrum gelungener Urlaub war. Dank einem Fahrstuhl konnte auch Marina’s Schwester Renate mit ihrem Mann Klaus und Sohn Thomas mitfahren, da Thomas in einem Rollstuhl sitzen muss. Auch Marinas zweite Schwester Lindi war dabei.

Wir waren am Samstag schon früh in Wald angekommen. So konnten wir mittags noch auf den Sonnenkopf zum Skilaufen gehen. Von dort hat man einen weiten Blick ins Tal und kann sogar unsere Unterkunft sehen. Ein Blick zurück in Richtung Bludenz zeigt, dass es im Flachland schon keinen Schnee mehr gibt. Zum Glück sind die Skigebiete hier hoch genug. Wald selbst liegt ja schon auf ca. 1000 Meter.

Während wir mit Klaus auf dem Sonnenkopf waren, hat Lindi mit Thomas die Gegend erkundet. Da die Familie in Deutschland weiter auseinander wohnt, sieht man die drei Schwestern selten zusammen. So war der Urlaub auch eine Art Familienzusammenführung.

Am Sonntagmorgen geht es dann nach Zürs. Das Auto auf dem Parkplatz abgestellt und los gehts. Wir wollen den „Weißen Ring“ fahren. Das ist eine Rundfahrt, vorbei an Zug, Oberlech und Lech, weiter über die Rüfikopfbahn zurück nach Zürs. Vom Schild aus hat man einen Blick ins Tal auf Lech.

Auf der linken Seite sieht man Zug mit dem 2er Sessel, den wir gleich nehmen müssen. Leider liegt der Hang zum großen Teil im Schatten. Auf der rechten Bildseite sieht man gut Oberlech und Lech.
Im Skigebiet von Lech angekommen, haben wir uns erstmal an der Eisbar gestärkt. Für den Luxus der pelzbehangenen Bänke muss man hier für das Glas Bier 4 Euro bezahlen. Für den gleichen Preis bekommt man dort auch eine Auster, aber auf diese verzichte ich gerne.

Am nächsten Tag geht es in das Skigebiet von St. Anton. Unserer Einstiegspunkt ist Alpe Rauz. Bei der Überfahrt mit der Gondel zur Valluga kann man die Skifahrer im Steißbachtal sehen. Sie wirken aus der Höhe wie Ameisen. Bei der Überfahrt erinnere ich mich an die Bilder, wo ein Düsenjet mal das Zugseil gekappt hat. Aber man soll nicht zuviel über so etwas nachdenken. Das Skigebiet hier ist anspruchsvoller, als das von Lech. Aber zum Glück gibt es ja Fangzäune. So konnte Klaus gleich mal Einen ausprobieren.

Abend ging es noch mit dem Bus zum Apres Ski in die Kelobar an der Talstation vom Sonnenkopf. Mit dabei auch Martin, einer der Animateure vom Spullersee. Zurück ging es dann zu Fuß.

Am nächsten Tag ging es mit dem Auto direkt nach Lech. Die unteren Pisten, die direkt ins Dorf führen, sind wie Autobahnen. Schön breit und nicht zu steil. Auch der Blick über die Berge ist einfach traumhaft.

Der Rest der Familie ist auch mit gefahren. Wir haben uns dann unten in Lech zum Essen getroffen. Dank des super Wetters konnte man gut in der Sonne sitzen. Lech ist optisch ein Ort wie jeder andere, eher unscheinbar. Da es im Winter aber nur über Zürs erreichbar ist, lebt man hier relativ abgeschlossen.

Auch für den nächsten Tag war wieder Lech angesagt. Diesmal haben wir uns zum Mittagessen in Oberlech getroffen. Hier führt eine Gondel hoch, die man auch mit einem Rollstuhl benutzen kann.

Vom Restaurant aus kann man sehr schön die Gleitschirmflieger beobachten, die vom Zuger Hochlicht starten und dann ins Tal nach Lech runter fliegen. Im Hintergrund sieht man die Rüfikopfbahnen. Leider fliegt auch der Hubschrauber den ganzen Tag. Es passieren doch reichlich Unfälle den ganzen Tag. Auch ich bin am zweiten Tag, von hinten, einfach umgefahren worden. Zum Glück ist mir dabei nichts passiert.

In Lech gibt es auch einen großen Funpark für die jungen Wilden. Mittlerweile fahre ich vorsichtiger und traue mich da nicht mehr rein. Lediglich auf der Speedstrecke waren wir. Auf der kurzen Strecke habe ich 69,88 km/h ereicht. Klaus war nur knapp dahinter. Auch Marina war mit 65,80 km/h nicht viel langsamer. Ansonsten trinke ich mir lieber gemütlich einen Kaffee in der Sonne.

Am nächsten Tag ging es wieder an den Arlberg. Heute war ich noch mit Kollegen von der Arbeit verabredet. Felix und Ingo mit noch einem Freund waren zufällig in der gleichen Woche am Arlberg. Gemeinsam sind wir dann über die Pisten gefahren.

Daher war heute schnelles Fahren mit wenigen Pausen angesagt. Auch Marina musste sich heute beeilen, aber sie war heute auch schnell unterwegs und kam gut mit. Anschließend ging es auf die Hütte zum Mittagessen. Nachmittags haben wir noch einige Pisten abgefahren. Dieser Tag hat richtig Spass gemacht.

Abends ging es dann zum Fassdaubenrennen. Mit „ärztlicher“ Betreuung konnte mir fast nichts passieren. Hans, ein netter Arzt aus Deutschland, hat mir bei der Vorbereitung geholfen. Leider war ich nicht sehr erfolgreich. So wie auf diesem Bild hat es bei mir nicht ausgesehen. Völlig fertig habe ich als hervorragender Letzter das Ziel erreicht. Dafür gab es als Trostpreis eine Flasche Sekt für die beste „Performance“.

Doch beim Glühwein war das schnell vergessen. Der Muskelkater am nächsten Tag allerdings war nicht so angenehm. Lars, der links mit dem Mikrofon neben Martin steht, ist der Chef des Hotels und hat uns souverän durch die Woche geführt. Später haben wir die Bilder gleich auf dem Notebook begutachtet.

Am letzten Tag haben wir uns mit den Kollegen in Zürs verabredet. Ziel war es noch mal den „Weißen Ring“ zu fahren. Leider hatte sich Felix auf der Abfahrt nach Zug verletzt und musste ins Krankenhaus. So mussten wir schweren Herzens alleine wieder mit dem Lift in Zug nach oben fahren. ich hoffe, wir können diese Fahrt irgendwann wiederholen.

Den letzten Nachmittag noch mal richtig geniessen. Dann geht es hinunter nach Lech, denn wir müssen ja durch den Ort, um auf der anderen Seite wieder mit der Gondel nach oben zu fahren.

Dann sind wir auch schon wieder auf der Zürser Seite. Noch einmal mit dem Sessellift nach oben für die letzte Fahrt zurück zum Parkplatz. Die Parkplätze liegen direkt hinter dem Ort. Zürs liegt so gegen 16 Uhr schon im Schatten der Berge. Da haben wir es in Wald besser. Dort sitzen wir auch nachmittags, nach dem Skilaufen, noch in der Sonne.

Abends gibt es noch ein Candle Light Dinner. Das ist fast wie auf dem Traumschiff.

Als Abschluss gibt es noch mal Programm. Interessante Erlebnisse werden komödiantisch aufgearbeitet und die hausinterenen Sport Awards werden verliehen. Dort erhält Renate den Ehrenpreis für den besten Hut. Das FC Bayern Logo hat wohl etwas bei der Auswahl geholfen. Danach gab es noch ein tolles Video mit schönen Szenen aus der Woche und Tiefschnee fahren mit Lars. Das macht Lust auf mehr.
Dann war der Urlaub auch schon wieder zu Ende. Die Woche war wirklich gut. Skifahren am Arlberg ist wirklich toll. Auch der Aufenthalt im Gasthof Spullersee war sehr schön. Zuerst habe ich gedacht, wir wären in einer Jugendherberge gelandet. Doch hier haben wir viele nette Leute kennen gelernt. Auch das Personal war sehr nett und hat den Aufenthalt zum Erlebnis werden lassen. Am nächsten Morgen ging es dann staufrei zurück nach Hause. Bis zum nächsten Jahr.