New York vom 07.05.09 – 12.05.09

Ich hatte noch vom letzten Jahr einen Air France/KLM Gutschein. Eigentlich wollte ich damit nach Malle, doch mit Air France war das viel zu teuer. Selbst mit KLM von Amsterdam aus war das, trotz Gutschein, nicht günstig. So sind wir spontan nach New York geflogen. Mit dem Air France Partner Delta Airlines, die nach eigenen Angaben größte Fluglinie der Welt, sind wir im Direktflug von Frankfurt nach JFK geflogen. Mit dem Auto sind wir Donnerstagmorgen nach Frankfurt gefahren. Das Parken ist kein Problem. Man fährt in ein Hotelparkhaus in der Nähe des Flughafens und wird mit dem Bus in 10 min zum Terminal gefahren. Das ist schnell und günstig.

07.05.2009 Im Flieger hat jeder sein eigenes Fernsehen. Man kann hier jede Menge aktuelle Spielfilme schauen, die noch nicht mal auf DVD erschienen sind. Leider fliegen wir mit Delta Airline, einer amerikanischen Fluglinie. Daher sind nicht alle Filme in deutscher Sprache. Auf dem Hinflug hatten wir richtig viel Gegenwind. Daher dauerte der Flug auch über 9 Stunden. Da wir 6 Stunden Zeitunterschied hatten sind wir um 11:00 los geflogen und um 14:00 angekommen. Man bekommt praktisch einen halben Tag geschenkt. Ich hatte gedacht, dass wir mit einem größeren Flieger über den Teich fliegen. Die Boeing 757 war zwar lang, aber nicht sehr breit. Nur 2 Dreierreihen wie im normalen Ferienflieger.

Die Fahrt vom Flughafen JFK zu unserem Hotel ist total einfach. Vom Terminal läuft man ca. 100m zum Air-Train, der in einer Schleife alle Terminals anfährt und zur U-Bahn Station Jamaika führt. Man kommt vorbei an den typischen amerikanischen Wohngebieten mit den Holzhäusern. Der Air-Train kostet 5$ pro Person und fährt auf Stelzen. Bezahlt wird erst bei der Ankunft in Jamaika. Dort können wir direkt in die Subway (E) nach Queens einsteigen. Man löst am besten gleich schon bei der Ankunft in Jamaika für 25$ eine Wochenkarte für die Subway. Damit kann man alle Bahnen benutzen. Die Subway ist für Manhattan ein Muss und lohnt sich auf jeden Fall. In Queens Plaza steigen wir aus und müssen nur noch 300m bis zu unserem Hotel laufen. In 40 min schaffen wir so den Weg zum Hotel. Man sieht das rote Hotel auf dem rechten Bild rechts.

Da es noch früher Nachmittag ist, wollen wir noch in die Stadt rein. Unser Hotel liegt nicht gerade im schönsten Wohngebiet, aber wir haben uns zu keiner Zeit Unwohl gefühlt, auch nicht bei Dunkelheit. Es liefen hier abends auch keine finsteren Gestalten rum. Von unserem Hotel geht es also ca. 200m zur U-Bahn Station 39th Street. Dort steigen wir in die Linie N, die direkt zum Times Square führt. Auch die Fahrten mit der Subway, bei Tag und bei Nacht, waren nie ein Problem. Angst muss man hier überhaupt keine haben.

Der Times Square liegt an der Kreuzung Broadway und 7th Avenue und ist nach der Zeitung New York Times benannt. Dort angekommen, sind wir beeindruckt von der unglaublichen Menge an Menschen, die hier auf wenigen hundert Metern rumlaufen. Unmengen an Werbebildschirmen und Verkehr, besonders mit den vielen Taxen auf den Straßen, sorgen für einen chaotischen Gesamteindruck. Die erweiterte Gegend um den Times Square ist jeden Tag totales Gewusel pur.

Ich hatte mich schon im Vorfeld informiert. So haben wir gleich den Startpunkt von City Sights New York angesteuert. Dort haben wir die Tickets für die Hop-on Hop-off Busse der CitySights NY gekauft. Wir haben gleich ein günstiges 3 Tage-Paket für 86$ pro Person genommen. Dort waren mehrere andere Tickets u.a. Empire State Building und Fähre zur Freiheitsstatue schon enthalten. Dadurch spart man Zeit und Geld. Dort stand dann auch der Bus für die Nachtfahrt nach Brooklyn und wir sind gleich eingestiegen. Die Fahrt dauert über zwei Stunden, da es erst mal nur schrittweise durchs Verkehrschaos geht. Den ganzen Tag geht es in New York nur hui, hui, hui. Entweder die Polizei oder die Feuerwehr. Hier kommt gerade jaulend eine Kolonne Polizeiautos an uns vorbei. Ein Stück weiter wurde gerade ein Film gedreht. Vielleicht haben die dafür den Radau gemacht. Weiter ging es am Chrysler Building vorbei. Man kennt das glaube ich aus Ghostbusters.

Vorbei kommen wir auch am Grand Central Station. Mitten zwischen den Hochhäusern steht ein alter flacher Block. Man glaubt ja gar nicht, dass dieses anscheinend Minigebäude ein großer Bahnhof ist. Unterirdisch und daher unerkannt gehen hier Unmengen an Gleisen in alle Richtungen der USA ab. Von Innen ist das Gebäude sehr schön gemacht. Jedem wird das Gebäude von innen bekannt vorkommen, da hier sehr viele Filme schon gedreht wurden. Immer wenn im Film jemand verreisen oder flüchten will, wird er meist im Grand Central verfolgt oder es gibt eine theatralische Versöhnung.

Die Fahrt mit dem Bus führt über die Manhattan Bridge zum Aussichtspunkt am Fuß der Brooklyn Bridge. Dort befindet sich auch die Brooklyn Ice Cream Factory. Leider habe ich wegen meiner Halsschmerzen auf ein Eis verzichtet. Der Blick von Brooklyn auf die Skyline von Manhattan ist schon beeindruckend. Es wurde nur langsam dunkel und ich hatte kein Stativ dabei. Daher haben wir beschlossen hier in den nächsten Tagen noch mal herzufahren, um ein paar schöne Bilder zu machen. Dank U-Bahn ist das kein Problem. Wir waren froh als es dann wieder weiter ging. Nach der Rückkehr zum Times Square sind wir direkt zum Hotel, denn dank Zeitverschiebung war es in Deutschland schon 3 Uhr nachts. Es war ein langer Tag.

08.05.2009 Am nächsten Morgen sind wir um 6:30 aufgestanden. Ab 7:00 gab es Frühstück. Darauf waren wir besonders gespannt. Ich hatte ja schon einige Hotelbeurteilungen gelesen und wusste was uns erwartet. Wir brauchen am Morgen nur einen Kaffee und etwas im Magen. Wir sind nicht so anspruchsvoll. Wer Wurst und Rührei zum Frühstück benötigt, der wäre hier allerdings falsch. Es gab die typisch amerikanischen Bagels und Donuts. Dazu konnte man noch Cornflakes und Toast mit Käse und Marmelade essen. Kaffee gab es aus dem Automaten im Styroporbecher. Aber es war alles gut. Der Kaffee wurde im Automaten frisch gebrüht und war gut. Wie überall auch hier im Frühstücksraum der obligatorische Fernseher.

Die Auswahl an Bagels und Donuts war groß und alle Teile waren sehr lecker. Besonders die Schokoladen „Berliner“ hatten eine leckere Cremefüllung. Daran könnte ich mich gewöhnen. Sogar Orangensaft gab es. Viele Hotels in der Preisklasse oder sogar deutlich teurer, haben gar kein Frühstück im Angebot. Daher war dies richtiger Luxus.

Danach ging es dann auf das Empire State Building. Die Sicherheitskontrollen am Eingang waren die gleichen wie am Flughafen. Da wir die Tickets schon gekauft hatten, brauchten wir uns am Ticketschalter nicht mehr anstellen und konnten direkt zum Aufzug gehen. Wir hatten keinerlei Wartezeit. Der Aufzug war so unglaublich schnell. 10,20…80 und wir waren schon da. Gespürt hat man davon praktisch nichts. Da braucht mancher normale Aufzug länger bis zum vierten Stock. Im 80. Stock mussten wir dann noch mal in einen anderen Aufzug bis zum 86. Stock umsteigen und schon waren wir auf der Aussichtsplattform. Der Ausblick ist einfach gigantisch. Der Himmel war zwar blau, aber die Luft war leider nicht so klar. Trotzdem ein toller Ausblick in Richtung Süden. Links sieht man die Manhattan Bridge und dahinter die Brooklyn Bridge. Rechts hinten sieht man die Freiheitsstatue. Vorne in der Mitte ist das bekannte dreieckige Haus. Geradeaus am Ende wären irgendwo die Twintowers gewesen.

Dank eines starken Teleobjektives kann man sich die Freiheitsstatue auch näher ran holen. Rechts davon liegt Ellis Island. Ein weiterer Blick in Richtung Süden den Hudson River rauf. Rechts sieht man den Central Park. Leider war die Aussicht etwas trübe.

Wieder auf dem Boden angekommen, geht es weiter mit dem Hop On Bus durchs Verkehrschaos zum Battery Park. Dort wollen wir auf die Fähre zur Freiheitsstatue. Vorbei geht es am dreieckigen Haus und durch Greenwich Village. Hier im Mittelteil von Manhattan sind die Häuser nicht ganz so hoch.

Am Battery Park angekommen geht es durch Castle Clinton zur Fähre. Die Clintons haben einen geschichtsträchtigen Namen. Sogar ein Schloss ist nach Ihnen benannt. Beim Anstehen an der Sicherheitskontrolle zur Fähre sieht man eine interessante Skulptur. Auch hier sind die Kontrollen so scharf wie am Flughafen.

Zuerst geht es nach Liberty Island. Die Freiheitsstatue, ein Geschenk der Franzosen zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung, ist ein Muss für jeden New York Besucher. Mit Sockel ist die Statue immerhin 93 m hoch. Uns reicht auch ein Blick auf die Statue vom Boot aus. Sie wirkt aus der Ferne aber viel kleiner. Wir gehen hier nicht an Land, sondern fahren direkt weiter nach Ellis Island. Vorbei an einem kleinen Angelboot. Am liebsten wäre ich umgestiegen. Hätte gerne gewusst, was hier gefangen wird.

In Ellis Island gehen wir an Land und schauen uns die Stelle an, wo sich früher alle registrieren lassen mussten, die nach Amerika einwandern wollten. Dort stehen wir an der Mauer mit Blick auf Manhattan. Auf Ellis Island ist eine riesige mehrere 100 Meter lange Wall of Honor mit den Namen aller Einwanderer aufgestellt. Hier kann man schauen, ob damals ein Namensvetter hier eingewandert ist.

Sogar die Queen Mary 2 liegt gerade in New York. So nahe waren wir noch nie an dem Luxusliner. Auf der Rückfahrt begegnet uns die Fähre von Staaten Island. Diese ist kostenlos. Wenn man Geld sparen möchte, kann man diese benutzen und kommt damit auch nahe an der Freiheitsstatue vorbei.

Zurück durch den Battery Park. Der Name stammt von den niederländischen Geschützen, die den damaligen Hafen Neu-Amsterdam verteidigt haben. Dort geht es an der interessanten Skulptur „The Sphere“ vorbei. Sie stand ursprünglich zwischen den Türmen des World Trade Centers und wurde bei den Anschlägen stark beschädigt. Sie wurde dann, im beschädigten Zustand, als Mahnmal im Battery Park wieder aufgestellt. Viele New Yorker nennen sie auch „9/11“. Nachdem der Freedom Tower gebaut wurde, soll die Skulptur dann an ihren ursprünglichen Standort zurückkehren.
Es gibt dort aber auch lebendige Straßenkünstler, die eine gute Show abgezogen haben und so ein wenig Geld verdienen.

Vom Battery Park zum Ground Zero ist es nicht weit. Durch den hohen Bauzaun kann man nicht viel sehen, aber hier wird kräftig gebaggert und betoniert. Ob der Freedom Tower jemals so wie geplant gebaut wird? Böse Zungen behaupten: „Man bräuchte bis 2036 um alle Büros zu vermieten.“ Dahinter steht gleich die kleine St. Paul’s Chapel. Dort drinnen sind einige Dinge im Zusammenhang mit dem 11. September ausgestellt. Sie diente lange als Raststätte für die vielen Aufräumarbeiter am WTC.

Am Abend dann gehen wir ins Planet Hollywood. Es liegt direkt am Times Square. Das ist die Restaurantkette der Schauspieler Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, Bruce Willis, Jackie Chan und Demi Moore. Dort sind viele Requisiten aus den Filmen der Inhaber ausgestellt. Ein romantisches Essen ist das nicht. Aus den Lautsprechern dröhnt Rockmusik. Wir essen Steak. Zu mindestens einmal wollen wir in den USA Steak essen. Der Geschmack ist so lala. Ziemlich viele Röstaromen für unseren Gaumen, aber vielleicht muss das in den USA so schmecken. Aber das Bierglas war dafür randvoll. Da wird kein Platz mit Schaum verschwendet. Hier ist ein Eichstrich nicht nötig.

09.05.2009 An diesem Morgen wollen wir die Uptown Tour mitmachen. Wir fahren am Central Park lang, dann in die Upper West Side und über Haarlem wieder zum Central Park zurück. Im Central Park sieht man sehr viele Jogger, aber sogar angeln kann man hier.

Wir steigen an der Ecke 5th Avenue, E 59th Street aus. Hier in der Nähe ist auch die Kaufhauskette Bloomingdale’s. Dort kann man Designerkleidung ohne Ende kaufen. Wir laufen die 5th Avenue bis zum Rockefeller Center runter. Auf der 5th Avenue gibt es jede Menge Designerläden. Ansonsten ist die 5th Avenue nicht besonders schön. Auch das Rockefeller Center enttäuscht uns. Ohne Eisbahn und Weihnachtsbaum ist es hier auch nichts Besonderes los. So halten wir uns hier auch nicht lange auf.

Am Nachmittag stand der Besuch der Intrepid auf dem Programm, ein amerikanischer Flugzeugträger, der am 16.08.1943 in Dienst gestellt wurde. Seit 1982 liegt sie als Intrepid Sea-Air-Space Museum in New York. Dank des starken Teleobjektives konnte ich diesen schon vom Empire State Building aus sehen.

Gebaut wurde der Träger noch für die alten Propellermaschinen. Erst in den 50er Jahren wurde der Träger mit Dampfkatapult und Schräglandedeck ausgestattet. Am 15.03.1974 wurde die Intrepid dann endgültig außer Dienst gestellt. Wer den Film „I Am Legend“ gesehen hat, der müsste sich auch an den Träger erinnern. Will Smith spielt dort auf dem Flugdeck Golf.

Die Kapitänsbrücke ist ja noch wirklich spartanisch. Nicht vergleichbar mit den heutigen Schiffen. Von moderner Technik war da noch keine Spur.
Neben der Intripid auf dem Pier steht auch eine alte Concorde. Die Concorde mit der Kennung G-BOAD hat mit 23397 Flugstunden die Meisten aller Concordes.

Hier hat man die Möglichkeit mal in das Innere einer Concorde zu schauen. Wenn die Concorde betritt bemerkt man sofort den Geruch nach Leder. Die Flieger wurden ja, nach dem Absturz am 25.07.2000, komplett überarbeitet und auch mit neuen Sitzen ausgestattet, bevor sie 2003 endgültig außer Dienst gestellt wurden. Ein Blick in das Cockpit, zeigt, dass die Concorde in den 60er Jahren entwickelt wurde. Ein reiner Uhrenladen. Hier flog auch noch ein Bordingenieur mit.

Das ist ein Hammer!!! Allerdings sind solche Autos in New York nichts Besonderes. Man erkennt deutlich wo der Hammer auseinander gesägt wurde. Das hätte man besser lackieren können. Am Abend sind wir dann am Broadway Burger essen gegangen. Die Brötchen sind allerdings nicht so weich wie bei uns. Es ist hier wie in allen Lokalen. Sobald man den letzen Bissen genommen hat und das Besteck bei Seite gelegt hat, kommt der Kellner mit der Rechnung und will auch dass sofort bezahlt wird. Man darf großzügiger weise noch in Ruhe austrinken. Hier stand auf der Rechnung „Please pay your Waiter“. Die Kellner bekommen kein Gehalt, sondern werden vom Trinkgeld bezahlt. Man muss also reichlich geben, damit der Kellner nicht umsonst arbeitet. Überall steht die obligatorische Flasche Heinz-Ketchup. Wie mancher in Deutschland eine Rechnung von 49,90 großzügig mit 50 Euro bezahlt und „stimmt so“ sagt. Das geht hier nicht.

10.05.2009 Heute Morgen stand der Fußmarsch über die Brooklyn Bridge auf dem Programm. Wie überall vorgeschlagen, fahren wir mit der Subway nach Brooklyn und laufen auf Manhattan zu. Die Brücke enttäuscht uns. Sie ist nicht so beeindruckend wie erwartet. Ziemlich rostig anzuschauen. Der Fußweg ist in der Mitte der Brücke, sodass rostige Eisenträger die Sicht behindern. Die Autos fahren rechts und links unter uns. Der Verkehr ist sehr laut. Der Blick auf Manhattan ist schon toll, aber mehr auch nicht.

Nach der Brooklyn Bridge fahren wir zwei Stationen mit der Subway nach Soho. Von dort spazieren wir Richtung Little Italy. Sehr bunt ist diese Ecke. Dort kann man dann auch richtig Italienisch essen gehen. Uns ist das zu aufwendig und zu teuer. Wir spazieren weiter und kommen am Ende nach Chinatown.

Schön anzusehen sind die alten Gebäude mit den Feuerleitern. Das erinnert an viele Filme, die hier gedreht wurden. Es ist ein Trubel hier wie im Ameisenhaufen. Wir wollen Sushi essen. Zwar nicht wirklich chinesisch, aber zumindest die Richtung stimmt. Ich wähle neben ein paar Nigiri-Sushis auch Sashimi. Der Teller für 17$. Da kann man nicht meckern. Es ist auch sehr frisch und lecker. Im Lokal gibt es aber nur Stäbchen. Unter Beobachtung der Kellnerin versuchen wir uns nicht die Finger zu brechen. Etwas Anderes hätten wir gar nicht essen können.

Nach dem Essen geht es weiter durch Chinatown. Wir gehen an einer langen sehr chinesischen Einkaufsstraße lang. Es ist nicht nur ein Wohngebiet, sondern auch Arbeits- und Einkaufsplatz für viele Chinesen. Man kann in viele Kellergeschäfte reinschauen und sieht chinesische Fischmärkte oder Gemüseläden Man erkennt an den Preisschildern, die nur auf Chinesisch sind wer hier die Zielgruppe ist. Selbst mit Englisch kommt man hier nicht weiter.

Um auf den Fußweg der Manhattan Bridge zu kommen müssen wir die Zufahrt zur Manhattan Bridge überqueren. Dann geht es über die 2089 m lange Brücke. Über die Brücke führen in zwei Etagen Autos und die Subway. Es ist sehr laut auf der Brücke. Dafür entschädigt wird man aber mit einem tollen Blick auf die Brooklyn Bridge und die dahinter sichtbare Skyline. Ans Ufer unterhalb der Manhattan Bridge möchte ich heute Abend zum fotografieren. Wir erkunden die U-Bahn Station, die wir später am Abend anfahren müssen.

Am Abend sind wir also wieder nach Brooklyn zurück. Die Haltestelle „York St“ der Subway Linie Nr. F ist gleich am Ende der Brücke. So ist der Fußweg zum Ufer des East Rivers nicht weit. Belohnt werden wir mit einem wunderschönen Panorama. Aber wir sind auch nicht alleine hier. Schon als wir noch im Hellen hier ankamen, waren schon jede Menge Fotografen da, die ihre Stative aufgebaut hatten. Leider hatte ich nur mein Bootsstativ mit und musste mich zum fotografieren auf die Erde legen. So war die Ausrichtung nicht optimal. Aber besser wie nichts.

Es ist unser letzter Abend. So geht es anschließend auch noch mit Kamera und Stativ zum Times Square. Die Lichterflut ist hier schon gigantisch. Das muss man einfach mal gesehen haben.

Ein Haus sieht in den oberen Stockwerken aus wie eine Burg. Beeindruckend ist auch die Schärfe der Leuchtreklame. Es gibt in New York extra eine Bauvorschrift, das Gebäude mit erleuchteten Werbetafeln zu versehen sind. Es gibt sogar extra eine Einheit für die Beleuchtung namens LUTS (Lightning Unit for Times Square).

11.05.2009 Es ist unser letzter Tag. Heute Abend um 18:30 geht unser Flieger von JFK zurück nach Frankfurt. Unser Hotel liegt praktisch an der U-Bahnstrecke zwischen Times Square und dem Flughafen JFK. So können wir unsere Koffer bequem nach dem Auschecken an der Rezeption deponieren, wo wir sie um 15:00 abholen wollen. Mal ein Blick von der Straßenecke zum Hotel und in die andere Richtung zur Subway Station 39Av der Linie N-W. Es ist wirklich ein Katzensprung.

Heute gehen wir aber mal direkt zum Queensboro Plaza. Wir wollen wenigstens etwas von unserem direkten Umfeld sehen. Hier fährt die Subway noch auf Stahlstelzen. Das sieht alles sehr rostig und vergammelt aus. Im Hintergrund kann man schon Manhattan sehen. Die Fahrkartenautomaten sehen ein wenig nach einarmigen Banditen aus. Da man sich hier nicht um irgendwelche Tarifzonen oder Zahlgrenzen kümmern muss, ist das lösen einer Karte sehr einfach. Eine Fahrt kostet immer 2$. Wir hatten uns aber ja schon am Anfang eine Wochenkarte geholt.

Heute stand noch mal Shoppen auf dem Programm. Da die Geschäfte noch nicht auf haben sind wir erst mal Richtung Financial District gefahren. Mit der Subway ging es zum Bowling Green. Dort in der Nähe steht der Charging Bull, ein Zeichen für den starken Aktienmarkt. Fast alle Besucher greifen dem Bullen normalerweise an die Eier. Marina krault ihm lieber den Hals.

Dann geht es weiter zur Wall Street. Die eigentliche Wall Street ist eher unscheinbar. Direkt dort befindet sich die New York Stock Exchange (NYSE), die größte Wertpapierbörse der Welt. Dieser Ort ist der bestbewachte Ort den wir auf unserer Reise gesehen haben. Die Zufahrten sind richtig gut gesichert. Ein gelungener Anschlag hier würde wohl die Weltmärkte in den Abgrund reißen.

Hier haben wir zum ersten Mal ein wenig von der Enge zwischen den Hochhäusern gespürt. Interessant sind immer wieder die alten Kirchen zwischen den modernen Skyscrapern. Ansonsten hatten wir selten das Gefühl von engen, schattigen Straßenschluchten, wo niemals die Sonne hin kommt.

Hier fiel Marina auf, dass fast alle Straßen in New York „One Way“ heißen. Wahrscheinlich kommt auch daher das Lied von den Cats „One Way Wind“, da es zwischen den Wolkenkratzern doch recht zugig ist. (Ironie aus, Nicht, dass noch einer denkt wir wären doof.)
Auch die Fußgängerampel, die zum Halten eine Hand zeigt und zum Gehen ein weißes Männlein, kann man geflissentlich ignorieren. Selbst wenn die Polizei daneben steht geht jeder wie er will. Sobald kein Auto kommt wird los gelaufen.

Dann ging es zurück zum Harolds Square, wo das Macy’s liegt. Ein letztes Mal shoppen. Auf 9 Etagen Mode, fein säuberlich nach Designern sortiert. Nachdem die Füße qualmen, machen wir den üblichen Stopp im Starbucks Coffee. Allein in Manhattan gibt es über 235 Starbucks. Im Macy’s gibt es schon zwei davon

Aus dem Macy’s raus machen wir uns auf dem Weg zur U-Bahn Station am Times Square. Unterwegs wollen wir noch ein Stück Pizza essen und ein Bier trinken. Hier läuft der obgligatorische Fernseher und wir stellen fest, dass hier am Nachmittag der gleiche Mist läuft wie in Deutschland. Aktuell läuft der “ Divorce Court“. Anschließend läuft „Judge Alex“. Ob die Namensgleichheit zwischen „Alex“ und „Richter Alexander Hold“ Zufall sind?
Zwei Stunden später haben wir die Sicherheitskontrolle am Flughafen hinter uns und trinken im Terminal unser letztes Bier in den USA. Bei 10$ pro Bier werden wir unsere letzten Dollars los.

Ein letzter Blick zurück auf Amerika. Ich hatte schon zuhause die Plätze gebucht. Gleiches Flugzeug, gleicher Platz, gleiche blöde Sicht nach Draußen. Wir fliegen dem Sonnenuntergang entgegen.

Die Nacht ist allerdings kurz. Dank Rückenwind haben wir nur ca. 7 Stunden Flugzeit. Dazu kommt die Zeitverschiebung von 6 Stunden. Wir starten abends um 19:00 und kommen morgens nach kurzer Dunkelheit um 8:00, ohne viel Schlaf, in Frankfurt an. Ein kurzer Blick auf den Rhein und schon sind wir gelandet.
Das war’s. 4 Tage voll mit Erlebnissen. Die Stadt ist laut und hektisch. New York muss man einmal im Leben gesehen haben. Ein zweites Mal würde ich aber nicht wieder hierher fahren. Einmal reicht. Auch zu Weihnachten würde ich nicht nach New York fliegen. Man muss viel draußen laufen und dafür ist es zu kalt. Nur wegen dem Weihnachtsbaum und der Eisbahn am Rockefeller Center? Das ist zu wenig! Uns bleibt ein unvergessliches Erlebnis von dem wir noch lange zehren werden.