Queen Mary 2 vom 13.07.12 – 15.07.12

Seit fast einem Jahr haben wir uns auf dieses Wochenende gefreut. Die Reise führt uns mit der Queen Mary 2 von Southhampton nach Hamburg. Am 13. Juli war es dann endlich soweit. Feierabend und Treffen in Monheim, da wir am Freitag alle Zusammen mit der S-Bahn zum Flughafen fahren wollen. Wir alle, dass sind wieder Betty und Günter, Marina und Jürgen und Petra und Peter. Da waren sie wieder, die 6 auf Tour. Donnerstagabends noch schnell über das Internet eingecheckt. So mussten wir nicht ganz so früh am Flughafen sein.
Aufstehen, frühstücken und ab ins Auto zur S-Bahn. Dort warten auch schon Betty und Günter. Noch ein Gruppenticket gekauft und los ging’s. Eine Vorfreude und eine kleine Aufregung war zu verspüren. Schließlich ist heute Freitag, der 13.te. Geht alles gut? Schließlich müssen wir ja heute mit vielen verschiedenen Verkehrsmitteln reisen.
Ankunft am Flughafen. Zunächst einmal das Gepäck aufgeben. Kein Problem wir waren ja gut in der Zeit. Dann durch die Sicherheitskontrolle. Auch dies war kein Problem von den vielen Urlaubern, wie letztes Wochenende, war nichts zu sehen. Deshalb hatten wir auch noch Zeit gemütlich ein Kaffee (oder vielleicht doch das 1. Bier des Tages?) zu genießen. Danach gingen wir zum Wartebereich und nach den obligatorischen 20 Minuten Verspätung begann das Boarding.
Im Flieger saßen wir alle schön zusammen. Da der Flug nur kurz war, war dieser nach dem Snack auch schon fast beendet. Allerdings mussten wir eine Warteschleife über London ziehen. Nach der Landung haben wir unser Gepäck abgeholt. Hier hieß es noch einmal warten. Das hat eine Weile gedauert. Danach ging jedoch alles wie am Schnürchen. War ja doch alles gut durchgeplant. Wir wurden vom freundlichen Cunard-Personal empfangen und erhielten einen „roten“ Punkt. Einen roten Punkt? Ja, alles war eingeteilt in verschiedenfarbige Busse. Leider war der rote Bus der letzte. Dieser war jedoch nur halb voll und wir hatten genügend Platz, so dass auch jeder aus dem Fenster schauen konnte.

Nach einiger Zeit kamen wir in Southampton an und als erstes tauchte die Queen Elisabeth 2 auf. Viele Fotos wurden gemacht. Danach fuhren wir an der Queen Victoria vorbei. Dann stand sie dort, die Queen Mary II. Ein riesen Pott. Es blieb wenig Zeit zum Staunen. Es ging sofort zum einchecken, so als wenn man in ein separates Land einreist. Zunächst wurden die Daten aufgenommen, so dass man z. B. an Bord ohne Bargeld bezahlen konnte. Danach ging es wieder zu einem Sicherheitscheck. Über einen Tunnel gingen wir an Bord.

Lieber wären wir, so wie früher, wie bei der Titanic, über eine Gangway an Board gegangen, aber so sind halt die modernen Zeiten. Heute geht es über einen Finger wie beim Flugzeug. Gigantisch sind auch die riesigen Fender.

Als erstes geht es in die Kabine. Die Gänge und Decks sind klar aufgeteilt. So ist es kein Problem unsere Kabine zu finden. Wir waren auf drei verschiedenen Decks untergebracht. Betty und Günter auf Deck 4, Petra und Peter auf Deck 5 und wir auf Deck 6. Auf dem Zimmer angekommen fanden wir bereits unser Gepäck vor. Erfreulicher Weise gab es auch eine Flasche Champus als Willkommensgruß. Da wir sowieso Durst haben kam uns das gelegen. Die Karte fürs Dinner lag auch dort. Auch hier ist schon alles durchgeplant. Das Restaurant Britannia ist zwar sehr groß (über 2 Etagen), aber die Bordgäste wurden trotzdem in 2 Gruppen aufgeteilt. Wir waren um 18.30 Uhr dran. Die Tischnummer war uns bereits zugeteilt worden. Für evtl. Fragen fanden wir auch ein Kärtchen mit dem Namen und der Rufnummer unseres Stewards. Wir mussten gleich um Sicherheitstraining auf Deck 7, wo das Self-Service Restaurant ist, an dem jeder Neuankömmling teilnehmen muss. Nun noch schnell ausgepackt und dann gab es auch schon die Durchsage für die Sicherheitsübung. Petra und Peter haben uns vorher besucht und sich unsere Ersatzwesten geborgt. So konnten wir am gleichen Training teilnehmen, da die Westen mit den Deck- und Zimmernummern gekennzeichneten waren. Die Sicherheitsbelehrung ging etwa 20 Minuten mit praktischer Übung.

Dann ging es an Deck, um die Ausfahrt zu beobachten. Die Ausfahrt aus Southampton war schon sehr imponierend. Zuerst fuhr die Queen Elisabeth 2 an uns vorbei und danach die Queen Victoria. Auf den Schiffen wurde fleißig mit Fähnchen gewunken und die Queen´s ließen ihre Hörner erschallen. Das auch die Queen Victoria heute hier ausfährt ist echtes Glück für uns. Die Vorbeifahrt war beeindruckend und hat für richtiges Gänsehautfeeling gesorgt. Nachdem beide Schiffe vorbeigefahren sind drehen auch wir und fahren hinterher.

Zurück in die Zimmer und es wurde sich „fein“ gemacht. Heute war allerdings „nur“ Elegant casual angesagt. So bleibt die Krawatte in der Kabine. Im Restaurant wurden wir bereits von unserem Tischkellner erwartet. Stuhl zurechtgerückt, Serviette vorgelegt und schon ging es an die Bestellung. Trotz des Rundum-Wohlfühl-Services hatte man die Wahl bei jedem der 5 Gänge aus 4 verschiedenen Gerichten. Ich glaube für jeden war das „Richtige“ dabei. Außer Peter, der beim Nachtisch auf die Käseplatte gesetzt hatte und 3 winzige Stücke Hart-Käse bekommen hat. Wir waren froh uns für Creme Brülee entschieden zu haben. Auch unseren eigenen Weinkellner hatten wir an unserem Tisch. So haben wir zum Menü, außer Peter (-wie immer Bier-), unsere speziellen Weine aussuchen können.

Nach dem Essen machen wir noch eine kleine Tour über das Schiff. In der Ferne vor uns sieht man beide Queens. Die Queen Victoria biegt Richtung Backbord mit unbekanntem Ziel ab. Die Queen Elisabeth fährt zusammen mit uns bis Hamburg. Zur späteren Stunde sind wir noch in den Commodore Club, die Piano Bar am Bug des Schiffes, gegangen. Heute Abend wurde tatsächlich auch live gespielt. Mit einigen Cocktails ließen wir den Abend schön und lange ausklingen.

14.07.2012 Am nächsten Morgen wurde das Frühstück wieder im Britannia Restaurant eingenommen. Heute Morgen musste man sich allerdings beim Concierge anmelden und man bekam dann einen Tisch zugewiesen. Auch das Frühstück war sehr speziell. Wir hatten die Auswahl zwischen verschiedenen Eiergerichten u. a. verschiedenen Omeletts. Aber auch Fisch, Wurst und Käse konnte man sich selbst zusammenstellen. Hier hatte man nun statt eines Weinkellners einen Kaffeekellner, der immer nachschenkte. Auch ein Brötchen-/Brot-Kellner kreiste um die Tische. Das Beste am Essen ist aber der Blick durch das Fenster auf das Wasser. Das ist einfach toll. Nach dem Frühstück ging es dann zum Erkunden des Schiffes. Durch eine Glasscheibe kann man auch einen Blick auf die Brücke werfen. Direkt in den Kommandostand darf man leider nicht.

In der Früh ist es noch bewölkt und windig. Am Bug stehen die Ersatzblätter für die Propellergondeln mit der die QM2 angetrieben wird. Überall an Deck wird gearbeitet. So ein Schiff muss permanent gewartet werden. Einzelne Jogger sind auch unterwegs.

Später trafen wir uns zum geführten Rundgang. Das war auch gut so, so war man wenigstens schon einmal da gewesen. Es ging über „Sir Samuels“ eine Kaffeebar, „Golden Lion“ Irish-Pub, Casino, Theater, Ballsaal, Kino und „G32“ Nightclub. Interessant waren auch die Gänge wo verschiedene Weltstars, die auf den Cunard-Line Schiffen gefahren sind, mit Bild und kleiner Geschichte gezeigt wurden. In den Gängen waren auch Tische an den Fenstern, wo Spiele ausgelegt werden. Dafür hat man bei diesem kurzen Trip aber keine Zeit gefunden. Danach sind wir noch auf den verschiedenen Aussichts-Decks gewesen. Hier fand man auch Außen-Spiele, Tennisplatz usw..

Im Kings Court Buffet Restaurant haben wir dann einen kleinen Imbiss eingenommen. Dieses befand sich auf Deck 7. Hier befanden sich auch eine Bibliothek und Spa- und Fitnessbereich. Da es aber nachmittags entgegen der Voraussagen schönes Wetter gab, haben wir uns am Pool niedergelassen und mit einem Drink die Sonne genossen. Über den Pool auf die Queen Elisabeth zu schauen ist einfach total entspannend.

Langsam wird es Abend und wir müssen uns aufs Essen vorbereiten. Der Gang zum Britannia Restaurant ist beeindruckend. Überall liegen dicke Teppiche. Die Treppe im Restaurant erinnert so ein wenig an die Treppe im Film Titanic.

Wir müssen zurück aufs Zimmer, um uns für den Abend anzukleiden. Das Zimmer ist zum Schlafen ausreichend groß, da wir eh immer an Deck sind. Heute ist als Kleiderordnung Semi-formal angesagt. Die Krawatte muss angezogen werden. Für die Damen reicht ein Cocktailkleid. Trotzdem entscheiden wir uns für das volle Programm mit Abendkleid. So wurde sich noch einmal richtig „fein“ gemacht und danach haben wir mit unserem tollen Outfit noch verschiedene Fotosessions gemacht. Overdressed waren wir nicht. Viele sind sehr elegant angezogen.

Den Abend haben wir dann wieder im Commodore Club, der Piano Bar, ausklingen lassen. Hier konnten wir dann noch beobachten wie die Elbe-Lotsen an Bord kamen. Während der Fahrt und ohne ersichtliche Absicherung der Lotsen, wurden die Schiffe gewechselt. Später wurden bei Anbruch der Dunkelheit in der Bar die Fenster verdunkelt. Das passiert aus Sicherheitsgründen weil die Brücke über dem Club liegt und die helle Beleuchtung aus dem Club, die Sicht von der Brücke aus, behindern würde. Dann haben wir bald unsere Kabinen aufgesucht. Der Wecker wurde nämlich auf 3.30 Uhr gestellt, damit wir die Einfahrt in den Hamburger Hafen nicht verpassen. Ursprünglich war die Einfahrt später geplant, aus Sicherheitsgründen werden aber mit tiefgehenden Schiffen, die Elbtunnel (ja, es gibt 2) nur bei maximaler Flut überquert.

15.07.2012 03:30 Mit Schlafanzügen unter den Klamotten und in warme Jacken gemummelt fanden wir uns auf Deck ein, um die Einfahrt zu Genießen. Die Queen Elisabeth macht bereits am Cruisecenter in Altona fest. Wir haben es besser, da wir am Cruisecenter in der Hafen City festmachen. Dadurch fahren weiter an den Sankt Pauli Landungsbrücken vorbei. In der Morgendämmerung standen trotz der frühen Uhrzeit, viele hunderte Menschen am Ufer und haben gejubelt und gewunken. Das war ein echtes Gänsehautfeeling.

Hinter der Elbphilharmonie kommt das Cruisecenter, wo wir die Leinen festmachen. Dann haben wir noch einmal unser Bett aufgesucht und 2 Stunden geschlafen. Da wir am Vortag bereits ein Selbst-Checkout angemeldet hatten, konnten wir noch in Ruhe frühstücken und dann mit unserem Gepäck von Bord gehen. Alles war ein wenig früher, denn geplant war die Hafeneinfahrt ursprünglich um 6.00 Uhr vorgesehen.

Da es noch früh am Tag war entschlossen wir uns für eine Hafenrundfahrt. Da gab uns Gelegenheit die QM2 richtig zu fotografieren. Von der Landseite ist das leider nicht möglich. Ein gigantischer Anblick. Mit 345 Metern ist sie eines der größten Passagierschiffe der Welt. Mit ihr sollte man einmal gefahren sein. Ein unvergessliches Erlebnis.